Pfefferminze

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PfefferminzeDie Pfefferminze ist der beliebteste Kräutertee, den man trinkt, auch wenn man gesund ist. Das liegt bestimmt an ihrem erfrischenden Aroma, das sie den ätherischen Ölen zu verdanken hat.

Doch nicht jeder verträgt die Pfefferminze, weil sie auf den Magen einen kräftigen Reiz ausübt. Daher ist Pfefferminze für manche Menschen ein Heilmittel bei Verdauungsbeschwerden und bei anderen Menschen verursacht sie solche Probleme. Man muss also herausfinden, ob Pfefferminze einem bekommt.

Außer gegen Verdauungsprobleme kann man die Pfefferminze auch gegen Erkältung und Probleme des Nervensystems, wie beispielsweise Kopfschmerzen anwenden.


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Die wichtigsten Heilpflanzen für die Anwendung zu Hause.
Ein Kindle-Ebook von Eva Marbach, der Autorin dieser Webseite.


Steckbrief

Wissenschaftlicher Name:

Mentha piperita

Pflanzenfamilie:

Lippenblütler = Lamiaceae

Andere Namen:

Aderminze, Balsam, Edelminze, Englische Minze, Gartenminze, Peperminte, Schmeckerts, Teeminze

Wichtige Inhaltstoffe:

Ätherische Öle (u.a. Menthol), Gerbstoffe, Bitterstoffe, Flavonoide

Verwendete Teile:

Blätter, Kraut

Zubereitungsformen:

Tee, Tinktur, Bonbons, Ätherisches Öl

Bezugsquellen:

Garten, Apotheke, Läden

Sammelzeit:

Frühsommer

Wirkungen:

Antibakteriell, beruhigend, entzündungshemmend, galletreibend, krampflösend, schmerzstillend, tonisierend

Haupt-Anwendungen:

Verdauungsbeschwerden

Anwendungsgebiete

Die Anwendungsgebiete der Pfefferminze sind vielfältig, ähnlich wie bei der Kamille, obwohl Pfefferminze und Kamille sich ansonsten recht stark unterscheiden.

Nachfolgend die wichtigsten Anwendungsgebiete der Pfefferminze:


·         Appetitlosigkeit

·         Blähungen

·         Brechreiz

·         Durchfall

·         Erkältung

·         Gallenbeschwerden

·         Grippe

·         Herzschwäche

·         Hexenschuss

·         Ischias

·         Kopfschmerzen

·         Magenkrämpfe

·         Magenschmerzen

·         Menstruationsbeschwerden

·         Migräne

·         Mundgeruch

·         Nervenschmerzen

·         Nierenschwäche

·         Periodenkrämpfe

·         Rheuma

·         Schlaflosigkeit

·         Schlecht heilende Wunden

·         Schnupfen

·         Übelkeit

·         Verdauungsschwäche

·         Wechseljahrsbeschwerden


 

Andere Minze-Arten sind meistens milder als die Pfefferminze und können ähnlich eingesetzt werden, beispielsweise die wilde Ackerminze, die Krauseminze oder die Wasserminze.

Anwendung

Die Pfefferminze wird vor allem als Tee und ätherisches Öl eingesetzt. Außerdem findet man sie in zahlreichen Produkten.

Pfefferminz-Tee

Der Pfefferminztee ist sehr beliebt, vor allem auch als Haustee. Wenn man die Pfefferminze auch als Heilmittel nutzen will, sollte man sie nicht tagein tagaus als Alltagstee trinken, sondern nur ab und zu, sonst wirkt sie im Alltag nicht mehr.

Für einen Pfefferminztee verwendet man einen Teelöffel getrocknete Pfefferminzblätter oder vier Teelöffel frische Pfefferminzblätter pro Tasse. Die Pfefferminze wird mit einer Tasse kochendem Wasser übergossen. Zehn Minuten ziehen lassen und dann abseihen.

Pfefferminztee eignet sich zur Behandlung aller innerlichen Krankheiten aus der Anwendungsliste, unter anderem Verdauungsbeschwerden, Krämpfe und Schmerzen.

Minz-Tinktur

Mit Pfefferminzblättern kann man eine Tinktur herstellen. Diese Tinktur kann man ähnlich einsetzen wie den Pfefferminztee.

Außerdem eignet sie sich für Einreibungen.

Ätherisches Minz-Öl

Sehr häufig wird das ätherische Minz-Öl für Heilzwecke verwendet. Man findet es beispielsweise als Hauptbestandteil im Japanischen Heilpflanzenöl. Das Minzöl wird vor allem äußerlich für sehr viele Anwendungszwecke verwendet. Das reicht von Einreibungen schmerzender Gelenke, über Betupfen der Schläfen bei Kopfschmerzen bis zur Inhalation bei Schnupfen.

Achtung! Das Minzöl ist sehr intensiv und kann reizen. Es ist nicht für Kleinkinder geeignet.

Pfefferminz-Produkte im Handel

Im Handel gibt es jede Menge Produkte, die mehr oder weniger Minzöl enthalten. Beispielsweise ist Pfefferminze sehr oft in Bonbons, Kaugummi oder Zahnpasta enthalten, um den frischen Geschmack der Minze für die Mundfrische zu nutzen.

Auch als reiner Aromageber wird Pfefferminze gerne verwendet, zum Beispiel in Schokolade.

Pflanzenbeschreibung

Da die Pfefferminze eine spontane Kreuzung aus der Wasserminze und der Speer-Minze ist, kommt sie in der Natur gar nicht wild vor, anders als ihre Verwandten. Sie wird jedoch häufig in Gärten angebaut.

Die mehrjährige Pflanze wird meistens etwa 30 cm hoch. Im Frühjahr sprießen zuerst kleine Stengel mit den balsamisch riechenden Blättern. Die Blätter sind länglich und fein gesägt. Sie stehen kreuzgegenständig am Stengel.

An den Spitzen der verzweigten Stengel entstehen ab Juni die hellrosa farbenen Blüten, die in Ähren angeordnet sind.



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